Porträt

Typisch Gott 

Simon Grebasch Erst die Frage nach dem Wesen Gottes führt auf den Grund des christlichen Glaubens und aller Theologie. Dieser Beitrag skizziert ein paar wesentliche Eigenschaften des christlichen Gottes.

 

Im Griechischen bedeutet «theos» Gott, und mit «logos» ist die Lehre, die Anschauung gemeint. «Theo-Logie» ist demnach die «Lehre» oder «Anschauung von Gott». Aus der Wesensbestimmung Gottes leiten sich nicht nur der christliche Heilsweg und Richtlinien für christliches Handeln ab, sondern auch Antworten auf grundlegende philosophische Lebensfragen.

 

Glaubensbekenntnisse

Vor vielen Jahrhunderten haben sich jüdische und christliche Gelehrte eingehend mit dem Wesen Gottes befasst. Das Resultat waren die noch heute gültigen Glaubensbekenntnisse: auf jüdischer Seite das «Sch‘ma Israel»1 und auf christlicher Seite das sogenannte «Apostolische Glaubensbekenntnis»2 .

 

1. Gott: eine geheimnisvolle Drei-Einheit 

Während im Judentum die Einheit und Einzigartigkeit Gottes betont wird, versteht das Christentum Gott als drei Personen in der einen Gottheit, als sogenannte Trinität3. Wie kommt das? Beide Religionen gehen ja auf den gleichen Gott zurück. Im Alten Testament, der Heiligen Schrift des Judentums, ist die Dreifaltigkeit des einen Gottes noch nicht offensichtlich. Erst mit der Offenbarung Jesu Christi und des Heiligen Geistes im jüngeren Neuen Testament fällt neues Licht auf die Frage nach dem Wesen Gottes. 

Die Lehre der Trinität wird besonders von muslimischer Seite und von christlichen Splittergruppen4 mit rationalistischen Argumenten kritisiert und das Christentum als polytheistische Religion5 gebrandmarkt. Dabei wird übersehen, dass die Christen die Einheit6 in gleicher Weise betonen wie die Dreiheit7 Gottes. Das Wesen Gottes war nicht nur ein Geheimnis vor, sondern bleibt auch ein Geheimnis nach der Offenbarung Gottes. Mit ihm verhält es sich ähnlich wie mit einem Insekt, das zwar von Naturforschern eifrig beobachtet wird und manches Experiment über sich ergehen lassen muss. Die Wissenschaftler mögen Vieles über ihr «Objekt» herausfinden. Trotzdem gilt: Je mehr sie forschen, desto mehr Fragen türmen sich vor ihnen auf. Was für das Insekt wahr ist, gilt umso mehr für den «Schöpfer des Himmels und der Erde». Der christliche Gott bleibt letztlich unerforschlich und geheimnisvoll. Wenn aber das Geheimnisvolle – zumindest aus der menschlichen Perspektive – ein wesentliches Kennzeichen Gottes ist, dann kann es nicht erstaunen, dass uns Geheimnisse und kaum Begreifbares auch in der Schöpfung begegnen8.

Noch anzufügen ist, dass das Verhältnis innerhalb der dreieinen Gottheit gekennzeichnet ist durch eine ungetrübte, respekt- und vertrauensvolle, harmonische Gemeinschaft der Liebe, der Ehre und des Teilens9.

 

2. Gott: ein leidender Wundertäter

Theologen und Naturwissenschaftler haben versucht, die Wunder aus der Bibel zu entfernen, weil sie ihrem Denken widersprachen. Sie haben den biblischen Autoren Irrtümer in der subjektiven Wahrnehmung oder im Interpretationsvermögen der wirklichen Vorgänge unterstellt; sie haben ihre Sprache «entmythologisiert», um die Ideen hinter den angeblichen Mythen zu finden, oder sie haben die Geschichten schlicht als frei erfunden erklärt. Mit solchen Versuchen wird eine wesentliche Eigenschaft Gottes weggedacht, nämlich, dass Gott als Schöpfer in die geregelten, ansonsten immer gleich laufenden natürlichen Geschehnisse eingreifen kann. Dieses Eingreifen erscheint uns dann als Wunder. Wenn es eine «Superintelligenz» gibt, die den «Himmel und die Erde», das ganze Universum mit seiner Unendlichkeit im Makro- und Mikrokosmos in Gang gesetzt hat, dann wird es dieser Macht ein Geringes sein, verhältnismässig kleine Wunder wie die Heilung eines einzelnen Menschen zu vollbringen. 

Eine ganz andere Frage ist, wieso Gott nicht in jedem Fall unmittelbar vor Leid bewahrt oder aus der Not hilft. Der Möglichkeit zum Wunder steht Gottes freier Wille gegenüber, das Wunder nicht zu wirken. Der Wundertäter
Jesus hätte nach eigener Aussage bei seiner Gefangennahme in Gethsemane sogleich Legionen von Engeln herbeirufen können10. Er verzichtete darauf und erduldete den bitteren Kelch des Todes, der ihm selber Leid, der Welt aber Rettung brachte.

 

3. Gott: der perfekte Schöpfer

Der in den ersten Kapiteln der Bibel bezeugte «Schöpfer des Himmels und der Erde» kam in der philosophischen Auseinandersetzung der ersten nachchristlichen Jahrhunderte in einen Gegensatz zur griechisch-neuplatonischen Weltanschauung. In der davon abgeleiteten «christlichen Gnosis» wurde zwischen dem guten, immateriellen Ur-Gott als Prinzip hinter dem geordneten Kosmos und dem bösen Schöpfergott der Materie unterschieden. Heute steht das Bekenntnis zum Schöpfer wie ein Pfeiler gegen die materialistische Weltanschauung und gegen eine Urknall-Theorie des Zufalls11. Der in der Bibel bezeugte Gott hat entsprechend seinem guten Wesen alles, was er geschaffen hat, «gut» geschaffen12. Dem Menschen wurde sogar das Prädikat «sehr gut» verliehen, weil er – abgesehen von ein paar Einschränkungen13 – nach Gottes «Spiegelbild»14 kreiert wurde. Die charakterliche Gottähnlichkeit des Menschen verleiht ihm einen unendlichen und daher grundsätzlich zu schützenden Wert. Der Mensch als Geschöpf ist Gottes Liebling, die Erde Gottes eine wunderschöne und vielfältige, sorgsam zu verwaltende Spielwiese15

 

4. Gott: ein erfüllender Sinngeber

Der Mensch wurde im Bilde Gottes erschaffen und ausgestattet mit dem Auftrag, über die Erde zu herrschen und sie zu kultivieren16 – zur Freude und Ehre Gottes. Damit verleiht Gott der menschlichen Existenz Sinn und Zweck. Selbst das Böse, das uns in die Sinnlosigkeit und das Chaos zu stürzen versucht, kann Gottes Sinngebung nicht auflösen. Gott sucht Wege, um auch nach der törichten Verschuldung des Menschen im «Sündenfall» – der Auflehnung gegen Gott – den Ungehorsamen aus seiner Not der Gottesverlorenheit zu retten; er will ganz grundsätzlich böse Situationen zum Guten wenden17. Sein Wille, dem Menschen Anteil an seinem eigenen, überreichen, ewigen Leben zu geben, bleibt auch angesichts der Sünde ungebrochen.

 

5. Gott: der segnende Botschafter

Bereits unmittelbar nach dem Sündenfall spricht Gott dem Menschen – trotz der Bestrafung und Ausweisung aus dem Paradies – zu, dass er ihn retten wolle18. Den Brudermörder Kain schützt er vor dem Tod19, mit Noah schliesst er einen Segens- und Schutzbund, und an Abraham demonstriert Gott seine Wege und Mittel, wie er die Menschheit ins Paradies zurückholen will. Abraham wird aus der vertrauten Heimat herausgerissen, um die heilsame Botschaft von Gott und seinen Segen zu Gott-fernen Menschen zu bringen. «Missionarische Aktionen», deren Urheber Gott selbst ist, ziehen sich durch die ganze Bibel. Im Neuen Testament sendet der missionarische Gott seinen eigenen Sohn. Jesus kommt aus seiner reichen Heimat auf die Erde, wo er den verlorenen Menschen das Heil bringt. Die Jesus-Nachfolger bekommen – zusätzlich zum Herrschafts- und Kulturauftrag, der nie aufgehoben worden ist – das Mandat, den Auftrag als «segnende Botschafter» bis ans Ende der Welt weiterzuführen20.

 

6. Gott: der himmlische Beistand

Der unfassbare Gott der Christen bewegt sich im Spannungsfeld von Ferne und Nähe – Transzendenz21 und Kondeszenz22. Im brennenden Dornbusch offenbart sich Gott Moses und spricht ihm und dem Volk Israel seinen Beistand zu bei der Rettung aus der ägyptischen Sklaverei. Das heisst: Gott bleibt dem Weltgeschehen nicht untätig fern, er will in der Geschichte als der Gegenwärtige nahe bei den Menschen sein23. Greifbar nah wird Gott an Weihnachten, bei der «Inkarnation»24 von Jesus Christus25. Als wahrer und leibhafter Gott-Mensch lebt Jesus ca. 30 Jahre lang mit den Menschen zusammen, erlebt die gleichen Empfindungen, Schmerzen, Versuchungen, Nöte und Bedürfnisse wie jeder andere Mensch auch und wird am Schluss seines Lebens am Kreuz zu Tode gequält. Der «Gott-mit-uns» schwebte aber schon früher – bei der Weltschöpfung – als mitbeteiligter Geist Gottes über der Urflut26, und er verheisst, dass er «alle Tage bis ans Ende der Welt» mit den Menschen sein wird27.

 

7. Gott: ein beziehungsorientierter Vater

Der Mensch ist im Bilde Gottes geschaffen, und Gott hat sich diesem Menschen offenbart. Beides verweist auf Gott als Urbild des Menschen. Wie der Mensch tritt auch Gott in der Bibel als soziales, persönliches und beziehungs-
orientiertes Wesen auf – und nicht als unpersönliche Urkraft, er sucht von Anfang an die Kommunikation mit dem Menschen. Ehe und Familie als soziales Kerngefüge des Menschen sind eine Erfindung Gottes. Er hat den Menschen biologisch daraufhin angelegt. Er ist der Ursprung jeder Vaterschaft28. Von seinen «Kindern» – nicht von allen Menschen – lässt sich Gott als «Vater» ansprechen29. So lehrt es Jesus auch seine Jünger im Unser-
Vater-Gebet30.

 

8. Gott: Retter und Vorbild

Die Christen glauben an einen tüchtigen, in der Welt wirkenden, gegenwärtigen Gott. Er ist nicht der «unbewegte Beweger»31 oder weltabgewandte «Uhrmacher»32, der das Universum einmal in Gang gesetzt und nun nichts mehr damit zu tun hat. Nachdem Gott alles durch sein Wort geschaffen hat, bleibt er weiterhin tätig. Sein Sohn Jesus verkörpert den ganzen Charakter Gottes. Sein Leben dient uns in jeder Hinsicht als Vorbild. Gottes Heilswille für den Menschen wird nicht nur in den Heilungswundern und der Erlösungstat am Kreuz und in der Auferstehung sichtbar, sondern auch in der Bergpredigt und in den Gleichnissen. Gott zeigt sich als Liebhaber von «Geistesfrüchten»33 und als Feind von Heuchelei, Betrug, Lüge, Lieblosigkeit, Unbarmherzigkeit, Vorurteil, Feindseligkeit, Habsucht und Machtgier.

 

9. Gott: ein demütiger Herrscher

Als Schöpfer steht Gott weit über allem und allen. Dennoch überträgt er dem Menschen Verantwortung, er räumt ihm grosse Freiheit und Mitbestimmung ein. Adam soll die Natur beherrschen, den Garten Eden kultivieren, Kinder zeugen und die Tiere mit Namen versehen34. Abraham ringt mit Gott um die Zukunft der Städte Sodom und Gomorra35. Jakob lässt Gott nicht los, bis dieser ihn gesegnet hat, und Moses tritt fürbittend für das ungehorsame Volk Israel ein, bis der Gottes Zorn weicht36. Gott ist ein Herrscher, der zum Menschen «hinabsteigt» und mit sich reden lässt. Er geht sogar noch viel weiter: Gott teilt sein Hab und Gut mit den Menschen, überlässt es ihnen zur Verwaltung und zum Konsum und bereitet den Gläubigen eine zukünftige Wohnung im Himmelreich37. Demütig schlägt er sich auf die Seite der Niedrigen, sozial Benachteiligten und Missachteten und fordert Gerechtigkeit für sie38

 

10. Gott: die heilige Liebe in Person

Das Zeugnis für die Liebe Gottes in der Bibel ist überwältigend. Für Johannes ist Gott die Liebe in Person39. Auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot antwortete Jesus mit dem Liebesgebot40. Diesem setzt er – mit der Forderung, den Feind zu lieben – die Krone auf41. Er setzt dies mit seinem Leben und Sterben in die Tat um. Da Gott den Tod des Gottlosen hasst, stirbt er für ihn42.

Durch das Böse – Sünde, Tod und Teufel – tritt die Liebe allerdings in ein Spannungsverhältnis mit der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes. Würde die Liebe einfach nur alles erdulden und das Böse nicht in die Schranken weisen, würden Tränen, Trauer, Schmerz, Leid, Krankheit und Tod nie vergehen. Würde die Liebe das Unrecht nie richten, würde Gott als der «Gerechte» unglaubwürdig43. Vergebung ist nicht ohne Gerechtigkeit zu haben. Sonst wird sie selbst unmoralisch. Gott zürnt über jede Ungerechtigkeit und lässt sie nicht ungestraft. Zudem reagiert er eifersüchtig, wenn andere Götter – was ihnen nicht zusteht – angebetet werden44. Gott will den Menschen ganz haben und ihn nicht mit anderen teilen. Wendet sich der Mensch anderen Göttern zu, verletzt das Gottes Gefühle. Zorn und Eifersucht sind Ausdruck der «verletzten Liebe Gottes»45.

 

11. Gott: der «wehrlose» Allmächtige

Sowohl im jüdischen als auch im christlichen Glaubensbekenntnis werden die Unbegrenztheit und Allmacht Gottes vorangestellt. Das ist typisch für Gott. Was in christlichen Dogmatiken jedoch kaum beachtet wurde, ist das Zeugnis von der «Wehrlosigkeit» Gottes. In der Bibel gibt es immer wieder Zeugnisse von Menschen, die zu Unrecht oder sogar wegen ihres Glaubens an Gott Verfolgung und Tod erleiden. Trotz seiner Allmacht konnte (oder wollte?) Gott den Sündenfall nicht verhindern, dies gilt auch für den Tod seines Sohnes am Kreuz und das Leiden und Martyrium unzähliger Gläubiger bis hin zu den vielen Massenmorden im letzten Jahrhundert. 

Die Wehrlosigkeit Gottes kann verstanden werden als «Ausdruck und Kehrseite der Macht Gottes. Wehrlosigkeit ist nicht Ohnmacht. Gott behält seine Allmacht, seine allmächtige Position. Im Lichte der Auferstehung ist das Kreuz Sieg. Der Heilige Geist ist in wehrloser Weise machtvoll am Werk46

Mit der Erschaffung von Gott ähnlichen Geschöpfen beginnt die Selbstbeschränkung Gottes. Ausgestattet mit einem freien Willen kann das Geschöpf zum Gegenspieler Gottes werden. Leiden hängt also einerseits mit Gottes Wesen zusammen – Gott ist Liebe – und andererseits mit der Freiheit seiner Geschöpfe zum Bösen. «Die Liebe erträgt alles», formuliert Paulus im 1. Korintherbrief. Alles ertragen kann nur der, der dem Bösen wehrlos ausgesetzt ist. Damit die Liebe aber imstande ist, alles zu erdulden, muss sie allmächtig sein.

 

12. Gott: der unparteiische Richter

Am Ende der Weltzeit wird Gott in einem letzten Gericht alle Menschen über ihr Tun und Lassen zur Rechenschaft ziehen. 

Die Bösen haben dieses Gericht zu fürchten. Der vom Bösen bedrängte Psalmist David freut sich darauf, weil Gott ihm so zum Recht verhilft. Gott wird uns aber nicht als ein parteiischer Richter vorgestellt, der sich einfach bedingungslos auf Davids Seite stellt. Die Unbestechlichkeit und Unparteilichkeit Gottes ist in der Tora, dem Gesetz Mose, fest verankert. Mit seinem eigenen Volk Israel geht Gott jeweils hart ins Gericht, wenn es Ausländer schlecht behandelt oder wenn sich seine Richter im Gericht bestechen lassen.

Die heute als universal gültig postulierten Menschenrechte finden in der Unparteilichkeit und grenzenlosen Menschenliebe Gottes ihre Begründung und Berechtigung. 

 

1 «Höre Israel! Der Ewige, unser Gott, ist einer.» (5. Mose 6,4)

2 «Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen einzig geborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.» 

Das «Apostolicum» genannte Glaubensbekenntnis entwickelte sich ab dem  2. Jahrhundert in der römischen Kirche des Westens. Sein endgültiger Wortlaut findet sich zum ersten Mal bei Pirmin von Reichenau 

(ca. 730/750).

3 Der griechische Begriff «trias» wurde erstmals bei Athenagoras von Athen im 2. Jahrhundert auf den Vater, Sohn und Heiligen Geist angewandt.

4 etwa den Zeugen Jehovas

5 Verehrung einer Vielzahl von Göttern

6 vgl. z.B. Epheser 4,5

7 vgl. z.B. Matthäus 28,18-19

8 Durch das Eindringen des Bösen in die Schöpfung wurde und wird alles Weltgeschehen verkompliziert und noch unfassbarer.

9 vgl. z.B. Johannes 3,35; 14,23; 16,13

10 Matthäus 26,23

11 Es richtet sich nicht gegen die Urknall-Theorie als solche, aber gegen eine zufällige In-Gang-Setzung des Urknalls.

12 1. Mose 1,25

13 So wurde der Mensch beispielsweise nicht mit Allmacht, Allwissenheit oder Unsichtbarkeit ausgestattet.

14 1. Mose 1,26-27: lat. «Imago Dei»

15 Wer hinter der Erde nur einen zufälligen Vorgang oder gar einen bösen Schöpfergott postuliert, sieht sich nicht unbedingt genötigt, solche praktisch-ethischen Folgerungen zu ziehen. 

16 1. Mose 1,26-28

17 vgl. die Josephsgeschichte und 1. Mose 50,20

18 1. Mose 3,15

19 1. Mose 4,13-16

20 Matthäus 28,18-20; Johannes 20,21

21 Jenseits der körperlich-sichtbaren, erfahrbaren Welt des Menschen

22 Herablassung in die körperlich-sichtbare, erfahrbare Welt des Menschen, um sich verständlich zu machen.

23 Gegen den Deismus, der davon ausgeht, dass Gott die Welt zwar geschaffen, aber nachher sich selbst überlassen hat.

24 Verleiblichung

25 Als ein Engel Joseph die Geburt eines Sohnes ankündigt, weist er ihn an, ihn «Jesus» («Gott rettet») zu nennen und kündigt damit die Ankunft des im Alten Testament verheissenen «Immanuel» («Gott mit uns») an (Matthäus 1,20-23).

26 1. Mose 1,2

27 Matthäus 28,20; vgl. Offenbarung 21,3

28 Epheser 3,15

29 Galater 4,6-7

30 Matthäus 6,9-13

31 so Aristoteles (384-324 v. Chr.)

32 so Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)

33 vgl. Galater 5,22

34 1. Mose 1,26-29 und 2,19-20

35 1. Mose 18,16-33

36 1. Mose 32,23-33

37 Johannes 14,2

38 vgl. 9 1. Johannes 4,7

40 Matthäus 22,37-40

41 Lukas 6,27-29

42 Lukas 23,34; Römer 5,6-10

43 Als von christlicher Seite die Juden indirekt aufgefordert wurden, 

den Nazis, die teilweise nur halbherzig von der Justiz zur Rechenschaft 

gezogen worden waren, ihre Verbrechen zu vergeben, warf ihnen der 

jüdische Philosoph Jankélévitch höchste Unmoral vor. Vergebung ohne 

Gerechtigkeit sei eine Beleidigung und schändliche Frivolität gegenüber den Opfern (Jankélévitch, Vladimir. «Das Verzeihen.» Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 2003, S. 282).

44 2. Mose 20,3-5

45 Prof. Gianfranco Schultz an einer Vorlesung an der STH Basel, 15.10.2003.

46 ebd.

 

Simon Grebasch, lic. theol., arbeitetgegenwärtig als Bauspengler.

simon.grebasch@STOP-SPAM.gmx.de

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