Politik

Einmischung — natürlich im Sinne der Natur!  

Philipp Hadorn

 

In der Schweiz gibt es wohl mehrere 100’000 Menschen, die bekennen, ihre Haltungen und Wertvorstellungen aus der Bibel und einer «persönlichen Beziehung zu Jesus Christus» abzuleiten. Sie treffen sich in Hunderten von Kirchen und Gemeindehäusern. Diese Organisationen haben mehrere tausend Angestellte. Es ist ein Privileg, wenn in einem Land die verbindliche Beziehung zum dreieinen Gott – und damit auch zum Schöpfer – einen solchen Stellenwert hat.Sobald aber gesellschaftliche Fragen auf dem Tablett der direkten Demokratie zur Stellungnahme vorliegen, die weder die Sexualmoral noch den Beginn des Lebens betreffen, wird die «christliche Stimme» erstaunlich still. Wenn es um das Eigentum, die Organisation der Wirtschaft, die Lohngestaltung, die Rechte der Arbeitnehmenden und Minderheiten oder um den Umgang mit natürlichen Ressourcen geht, verstummen die Stimmen der «Gott-Vertrauten» und ihrer Organisationen.Haben sich die Christen aus der Diskussion um die aktuellen Fragen unserer Gesellschaft verabschiedet? Haben der Umgang mit der Schöpfung und die daraus folgenden Fragen ihren Platz in der Kirche verloren?Eigentlich liegt es doch in der «Natur der Sache», dass aus einer lebendigen Gottesbeziehung auch Positionen zu aktuellen Gesellschaftsfragen entstehen. Die «vertikale Beziehung» zu seinem Vater hat sich bei Jesus Christus auch «horizontal» ausgewirkt. Ich träume davon, dass die Kirche wieder politisch wird, Positionen bezieht und damit «bestimmungsgemäss» Entscheidendes zur Bewahrung der Schöpfung beiträgt. Dieses gelebte Bekenntnis von Christen wird andern Menschen etwas aufzeigen von der Wirklichkeit, die sich im angebrochenen Reich Gottes manifestiert.

 

Philipp Hadorn ist SP-Nationalrat und Zentralsekretär der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV. Er lebt mit seiner Frau und drei Jungs in Gerlafingen SO, wo er sich in der Evangelisch-methodistischen Kirche engagiert. mail@STOP-SPAM.philipp-hadorn.ch, www.philipp-hadorn.ch  

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Politik

Ist das Ende erst der Anfang?

Erich von Siebenthal

 

Mit diesem Titel wurde über die Medien auf einen Anlass hingewiesen, der Ende April in Saanen stattfand. Referent war der 50-jährige Andreas Berglesow, deutscher und russischer Bürger, wohnhaft in Bochum. Er war am 21. Januar 1995 in einem Krankenhaus in Ust-Bargusin in der nördlichen Mongolei den Folgen eines tragischen Autounfalls erlegen. Als er in die Leichenhalle gebracht wurde, sah er sich selber in den Himmel gehen. Eine verrückte Geschichte nahm ihren Lauf. Fünf Stunden später kehrte er wieder ins Leben zurück.Ich wurde für die Moderation dieses Anlasses angefragt. Der Saal fasste 300 Menschen und war übervoll mit wunderbaren Menschen, die sonst nicht an Anlässe von Freikirchen kommen.Der Referent erzählte von seinem Unfall und seinem Erleben im Himmel. Er schilderte, wie Gott ihm sagte, dass er noch nicht hierbleiben dürfe. Er solle den Menschen auf der Erde erzählen, dass sie zu Gott und zu Jesus Christus umkehren sollten, weil das Leben auf Erden darüber entscheide, wo wir die Ewigkeit verbringen werden. Andreas Berglesow hatte bei seiner Einlieferung nach Beurteilung der Ärzte eine Überlebenschance von nur noch 20%, seine inneren Organe fehlten zum Teil oder waren schwer geschädigt. Dass er trotzdem weiterleben durfte, war auch aus dieser Sicht ein Wunder. Zum Schluss des Abends machte er einen Aufruf und ermutigte die Anwesenden, zu Jesus umzukehren. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Schritt in meinen jungen Jahren gemacht habe. Ohne diese Entscheidung könnte ich heute meinen Weg nicht gehen. Es kommt nicht drauf an, wo oder wer wir sind. Wir alle haben einen Auftrag. Ich freue mich jeden Tag, dass viele Menschen diesen Weg gehen und neue dazu kommen.


Erich von Siebenthal ist SVP-Nationalrat und Biobauer im Berner Oberland. Er lebt zusammen mit seiner Familie in Gstaad und engagiert sich dort in der Evangelisch-methodistischen Gemeinde.

erich_v7thal@STOP-SPAM.sunrise.ch 

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