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Spiritualität

Der Boden meines Lebens und Glaubens

Ruth Maria Michel Die folgende Meditation bezieht sich auf den Text über «Das vierfache Ackerfeld», wie er in Matthäus 4,3-9.13-20 zu finden ist.

Eingangsfragen
• Was braucht eine Pflanze, damit
sie wachsen kann?
• Was ist wachstumsfördernd?
• Was ist wachstumshindernd?

Der Bibeltext lädt mich ein, die Bodenbeschaffenheit meines Lebens und Glaubens zu klären und zu bearbeiten.

Spurenelemente, Nahrung im Boden

1. Vergebung: Nichts nachtragen
Samen fallen auf den harten Weg:
• Wo bin ich hart (geworden)? Was macht mich hart? Zum Beispiel Schmerz, Lebensenttäuschungen, Bitterkeit, Unversöhnlichkeit, ... die immer wieder kommt?
• Versöhnung suchen, Vergebung gewähren: Das braucht manchmal Zeit und kann ein Prozess sein. Oft ist ein Gespräch mit einer Vertrauensperson hilfreich.
• Mir von Gott selber mein hartes Herz voller Groll / Unversöhnlichkeit / Schmerz... erneuern lassen: «Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben»1.

2. Gerecht leben
Samen fallen auf felsigen Boden, können nicht Wurzeln schlagen: Mensch des Augenblicks, unbeständig, wetterwendisch
«Durch Gottlosigkeit kommt der Mensch zu keinem festen Bestand, die Wurzel der Gerechten wird bleiben2.»
Jesus ist uns zur Gerechtigkeit gemacht worden: «... Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung3 ...»
• sich immer wieder gerecht machen lassen von Jesus Christus
• und selber zur Gerechtigkeit beitragen:
Deshalb: Gerecht leben
• Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens4.
• Der Gerechte wird seine Frucht
geniessen5.
• Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein6.

3. Ent-sorgung
Samen fallen unter die Dornen:
Sorgen der Welt nicht Macht
einräumen / Raum geben
• Sorgen, die mich plagen?
• Es ist nicht lebensfördernd, wenn ich in der Grundhaltung des alten Schlagers «Ich zähle täglich meine Sorgen...» lebe, sondern:
Deshalb: Mich ent-sorgen
«Alle deine Sorge wirf auf IHN, denn ER sorgt für dich7.»
• Wie werfe ich meine Sorgen auf Gott – ganz praktisch?
• Was hindert mich, meine Sorgen jetzt auf den lebendigen Gott zu werfen? Vielleicht hilft ein seelsorgerliches Gespräch?

4. Grosszügigkeit

Der trügerische Reichtum hält nicht, was er verspricht
• Gebe ich gerne nach dem Mass meiner Möglichkeiten?
• Wer bestimmt mein Mass?
• Mit wem und in welchem Masse teile ich meinen Reichtum an Geld, Zeit, Kraft, Begabungen, Kreativität, Freude ...?
Deshalb: Grosszügig leben, teilen

Keine Gier zulassen (Same unter Dornen)
• Welche Dinge meine ich unbedingt haben zu müssen? Irdische Güter, Statussymbole, Anerkennung von anderen Menschen, Macht, Einfluss, Recht ...
Stattdessen: Jesus als Herr über alle meine Bedürfnisse einsetzen
• Wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein ...
• Niemand kann zwei Herren dienen8.

Ver-wurzelt in und mit Jesus Christus sein. Von IHM her Nahrung (Spurenelemente) beziehen
• «Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus9.»
• «Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, ... und nehmet darin zu mit Dank-
sagung10!»

1  Hes 36,26
2  Spr 12,3
3  1 Kor 1,30
4  Spr 11,30
5   Ps 58,12

6  Jes 32,17
7  vgl 1 Petr 5,7
8  Mt 6,19-21.248
9  1 Kor 3,11
10  Kol 2,7

 

Ruth Michel leitet als VBG-Mitarbeiterin das Ressort «Spiritualität und geistliche Begleitung».

ruth.michel@STOP-SPAM.insist.ch

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